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Bachs „Kunst der Fuge“ - in der Aufführung von Dr. Hans-Eberhard Dentler

Termin: 19. Juli 2016
Ort: Basilika der Benediktinerinnenabtei St. Walburg, Eichstätt

Das Bistum Eichstätt macht die Aufführung dieses großen Werkes nun möglich. Sie sind herzlich eingeladen, bei diesem Konzert zu hören, „wie höhere Mathematik bis zum Himmel reicht“ (August Everding). Karten und eine gemeinsame Anreise können über das Dekanat Heidenheim organisiert werden. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.

Dieses Konzert wird vom Diözesanbildungswerk und der Eichstätter Dommusik veranstaltet.

Was hat Bachs berühmte „Kunst der Fuge“ mit Heidenheim zu tun? Eine ganze Menge! Johann Sebastian Bach war der musikalische Lehrer von Lorenz Christoph Mitzler (*1711 in Heidenheim, †1778 in Warschau), und dieser wiederum ein berühmter Sohn Heidenheims. Als Philosophieprofessor, Hofmedicus, Schriftsteller, Verleger und Musiktheoretiker gehörte Mitzler zu den großen Universalgelehrten Deutschlands.

1738 gründete er die erste musikwissenschaftliche Gesellschaft Deutschlands. Von dieser Societät ließ sich auch sein Lehrmeister, Johann Sebastian Bach, begeistern - und seine „Kunst der Fuge“ hat Bach gewissermaßen als sein „Eintrittsgeld“ in diesen erlauchten Verein mitgebracht.

Die „Kunst der Fuge“ ist eine kühne und schwierige Komposition, der man lange mit einer Mischung aus Faszination und Skepsis begegnete. Das Werk galt als unspielbar und wurde für Mathematik gehalten. Nun wird das Meisterwerk unter musikalischer Leitung von Dr. Hans-Eberhard Dentler aufgeführt. Dentler gilt als einer der besten lebenden Cellisten. Forscherisch hat er sich der „Kunst der Fuge“ verschrieben und diese 1997 im Prinzregenttheater in München mit einem eigens dafür begründeten Streicherensemble vor einem jubelnden und tobenden Publikum aufgeführt. Papst Benedikt XVI. sprach gar von einer „kosmologischen Vision“, als er die Fuge hörte.