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„Gehe hin, wo du still sein kannst“ (Martin Luther): Wege spiritueller Praxis heute

Termin: Mi, 3. Mai, 19.00 Uhr
Ort: Kapellensaal
Referent: Pfr. Oliver Behrendt (Nürnberg)

Wie lässt sich Christsein im Alltag gestalten? Im Gebet, der Bibellektüre, im Gottesdienst? Wo fühle ich mich Gott nah? Im imposanten Kirchenraum, in freier Natur oder in einer ruhigen Ecke meines vertrauten Zuhauses? Wodurch gelange ich zu innerer Ruhe, Kraft und Glaubensstärke?

Seitdem Martin Luther den Christen seiner Zeit riet, dorthin zu gehen, „wo du still sein kannst“, um „Wunder über Wunder“ zu erleben, hat sich das Angebot spiritueller Übungswege heute zu voller Breite entwickelt. Auch im Protestantismus wird wieder gepilgert oder Sammlung und Versenkung in der Meditation geübt. Selbst die Gartenkunst oder die sehr wirkungsvolle Fokussierung beim meditativen Bogenschießen erleben viele Menschen als Vertiefung ihres Glaubenslebens. Aber was genau macht die Spiritualität dieser Wege aus? Passen sie zu einem evangelischen Weg in der Nachfolge Jesu?

Der Abend bietet Anregungen, exemplarisch im eigenen Christsein Neues zu probieren und Bewährtes wieder zu entdecken. Dazu entsteht ein Einblick in die heutige Mannigfaltigkeit lebendigen christlichen Glaubens, der sich im Dialog mit den Religionen und Kulturen der Welt entwickelt. In kurzen praktischen Übungen kann das Herzensgebet, eine christliche Meditationsform, erlebt und selbst ausprobiert werden. Das Abendgebet findet an diesem Tag in Form des Herzensgebetes statt und ist in den Vortrag integriert.

Unser Referent, Pfarrer Oliver Behrendt, ist Leiter des spirituellen Zentrums im Eckstein (Nürnberg), landeskirchlicher Beauftragter für Meditation und geistliche Übung und Lehrer für Herzensgebet und christliche Kontemplation.