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Forum Ökumene – zu Gast in Eichstätt

„Johannes Eck und Martin Luther: Ein immerwährender Streit?“

Termin: 11. November 2015, 19.00 Uhr
Ort: Marquardussaal des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt
Referent: Prof. Dr. Manfred Gerwing (Eichstätt)
Kosten: keine (außer evtl. Anteil für Benzin)
Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an; es werden Fahrgemeinschaften organisiert.

In Kooperation mit der Ökumene-Kommission des Bistums Eichstätt und dem Diözesanbildungswerk Eichstätt e.V.

Johannes Eck (1486-1543), der als Theologieprofessor an der Bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt lehrte, hat den Lauf der Reformation schon am Anfang ganz entscheidend mitgeprägt. Nach der Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers (1483-1546) schrieb er seine Anmerkungen zu 18 Thesen für den Eichstätter Bischof Gabriel von Eyb, die so genannten Obelisci. Durch eine Indiskretion erfuhr Luther davon und er antwortete mit seinen Asterisci. Bei der Leipziger Disputation 1519 ließ sich Luther durch Ecks Argumentation zu der Behauptung verleiten, er hielte einige Thesen des als Ketzer verurteilten und verbrannten Jan Hus für „wahrhaft evangelisch“. Eck war es, der 1520 aus Rom die Bannandrohungsbulle gegen Luther mitbrachte und veröffentlichte. Eck wurde während der Reformationszeit zu einem Hauptgegner Luthers.

Der Vortrag zeigt den Konflikt zwischen den beiden Persönlichkeiten auf. Der Referent, Prof. Dr. Manfred Gerwing, ist katholischer Theologe und Ordinarius für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt. Seit 2013 ist er Vorsitzender der Ökumene-Kommission des Bistums Eichstätt.